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1. Baryt
2. Calcit
3. Halit
4. gediegen Kupfer
5. Malachit
6. Pyrit
7. Quarz
8. Topas




1. Baryt

SynonymSchwerspat
Namensherkunftbarys (griechisch) = schwer (auf Grund der hohen Dichte)
Chemische FormelBa(SO4) isomorph, oft mehrere % Strontium, Blei oder Calcit beigemischt
Varietäten-
Entdeckervon Karsten 1800 erstmals beschrieben, seit Altertum bekannt
Kristallsystemorthorhombisch (Prismen, Pinakoide)
Kristallausbildungdicktafelig, dünntafelig, säulig
Aggregationsformenderb, grobblättrig, körnig, spätig, faserig, dicht, schalig, nierig, knollig, fächer-, bündel-, rosettenartig, meiselartig, kugelig, strahlig, erdig, hahnenkammförmig
Härte3 - 3 1/2 (Mohs'sche Härte), weich
Dichte4,3 - 4,7 g/cm³, hoch
Farbefarblos, weiß, gelb, rosa, rot, schwarz, blau, braun, grün in allen Tönungen
Strichfarbeweiß
GlanzGlasglanz, auf den Spaltflächen Perlmutglanz oder Fettglanz
Durchsichtigkeitklar durchsichtig bis durchscheinend
Spaltbarkeitvollkommen nach mehreren Richtungen (Quader)
Bruchmuschelig, spröde
ähnliche MineraleCoelestin, Aragonit, Calcit, Amblygonit, Fluorit, Anhydrit
Wichtige Begleitminerale
  • Nichterze: Fluorit, Siderit
  • Erze: Bleiglanz, Zinblende, Proustit, Kupferkies, Pyrolusit, Hämatit, Limonit
  • Bildungsweisehydrothermal, sedimentär
    VorkommenIn Gängen:
  • in Erzgängen mir Uranit, Arsenerz (Bi-Co-Ni-Ag-U-Gänge), da tiefbraun durch Radioaktivität

  • in Erzgängen mit Kupferkies, Pyrit, Bleiglanz (Sulfidische Folge der eb-Formation)

  • in Erzgängen mit Fluorit (eba-Abfolge und weiches Trum der eb-Formation)

  • in Erzgängen mit Silberminerale (Ag-Folge der eb-Formation)

  • als eigenständige Barytgänge (fba-Formation)

  • in Sedimenten:
  • als eigenständiges Gestein in mächtigen Lagern

  • in verfestigten Sedimenten:
    in Karbonaten (insbesondere in Dolomiten)
    in im sedimentären Mangan-Vorkommen

  • in Lockersedimenten:
    in Sanden, sandige Tone, Tonen als Konkretionen ("Wüstenrose")
  • FundorteAllgemein:
    Pennington / South Dakota, Cheshire / Conneticut (USA)
    Europa:
    Alston Moore (England), Kutais (Russland), Norwegen, Frankreich, Tschechien
    Deutschland
    Odenwald; Meggan an der Lenne; Lauterberg, Elbingerode und Rammelsberg (Harz); Leutnitz, Schmalkalden, Kösnitz, Saalfeld, Schweina-Glücksbrunn, Trusetal, Ilmenau (Thüringen); Freiberg, Scheeberg, Marienberg, Wolkenstein, Bösembrunn, Schönbrunn, Bergen, Zobes (Sachsen)
    Gehalt in der Erdkrusteca. 400g/t (etwa 400g Baryt auf 1.000.000g Gestein)
    Weltförderungca. 3.000.000t pro Jahr
    VerwendungBergbau: Tiefbohrtechnik, Schwertrübe zur Steinkohletrennung
    Elektrotechnik: Gettermetall (Elektronenröhre)
    Chemische Industrie: Farbträger, Farben, Chemikalien, Lithopone, Füllmaterial von Gummis
    Kerntechnik: Abschirmung von Gamma- und Neutronenstrahlen, Strahlenschutz
    Papierindustrie: Beschweren von Kunstdruckpapier Bauwesen: Spezialbeton
    Pyrotechnik: Grüne Farbe bei Feuerwerkskörpern
    Gewinnung
  • Untertagebau (Gangbau) bei fast reinen Gängen
  • Untertagebau (Kammerabbau) bei mächtigen Lagerstätten
  • Schwerkrafttrennung (Setzkasten, Herde) bei hoher Dichte

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    2. Calcit

    SynonymKalkspat
    Namensherkunftaus dem Griechichen calces - Kalk
    Chemische FormelCa[CO]3
    VarietätenKobalt-, Mangan-, Strontium-, Barium-, Zinco-, Plumbo-Calcit
    Entdecker-
    EntdeckungszeitAltertum
    Kristallsystemtrigonal
    Kristallausbildungformenreichstes Mineral, Kristalle stets aufgewachsen, sehr flächenreich
    Aggregatformenspatig, kornig, stengelig, dicht bis erdig, kugelig, stalaktitisch
    Härte3 (Mohs'sche Harte), sehr weich
    Dichte2,6 - 2,8 g/cm³, mittel
    Farbefarblos, weiß, auch verschiedene andere Farben möglich
    Strichweiß
    GlanzGlasglanz
    Durchsichtigkeitdurchsichtig bis undurchsichtig
    Spaltbarkeitsehr vollkommen in 3 Ebenen
    Bruchmuschelig, selten wahrnehmbar, spöde
    ähnliche Mineralefarblose Karbonate
    Wichtige Begleitminerale
  • Erze: Sulfide
  • Nichterze: Karbonate, Sulfate
  • Sonstige wichtige Eigenschaftenbraust unter aufgetraufelter Salzsäure stark auf zeigt durch eingebaute Selten-Erden-Metalle oft Luminszenzerscheinungen
    Bildungsweisevorwiegend hydrothermal, biogen
    Vorkommen
  • magmatisch: in tiefliegenden Teilen von Vulkanschloten ,,Karbonatite"
  • metamorph: in Ganglagerstatten und Drusenhohlraumen
  • sedimentar: Kalkschlamme in den Tropen, Riffablagerungen, Karsterscheinungen Durchlaufermineral, sehr verbreitete Gangart
  • FundorteAllgemein:
    USA (Joplin)
    Europa:
    England, Island, Tschechien (Pribam), Slowakei (Banska Stiavnica) Deutschland
    Rügen, Thüringen: Jena, Weimar-Ehringsdorf, Saalburg; Sachsen: Erzgebirge (Freiberg, Braunsdorf, Schneeberg); Sachsen-Anhalt: Harz (Iberg, St. Andreasberg), Riibeland bei Elbingerode
    Gehalt Erdkrusteca. 35.000g/t (etwa 35.000g Calcit auf 1.000.000g Gestein)
    Weltforderungüber 100.000.000t pro Jahr
    VerwendungBautechnik: Werkstein, Travertin, Schreibkreide, ,,Marmor"
    Zementindustrie: Hauptbestandteil des Zements
    Stahlindustrie: Zuschlagstoff bei der Roheisenerzeugung
    Optische Industrie: Klar durchsichtiger Calcit (Doppelspat) für Polarisatoren
    Calcium: Schwerindustrie: Lagermetall
    Calcium: Chemische Industrie: Dungemittel, Azethylenproduktion
    Calcium: Metallurgie: Legierungen, Desoxydations-/Reduktionsmittel von Metallen
    GewinnungTagebau wenn Lage an der Erdoberfläche


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    3. Halit

    SynonymSteinsalz
    Namensherkunfthalos (griechisch) = Meer (aus dem Meerwasser gewonnen)
    Chemische FormelNaCl
    Varietaten-
    Entdeckervon Glockner 1847 erstmals beschrieben, seit Menschheitsbeginn bekannt
    EntdeckungszeitMenschheitsbeginn
    KristallsystemKubisch (hexoktaedrisch)
    KristallausbildungFast immer würfelig, selten Zwillinge, Skelette (,,Schiffchen")
    Aggregatformenderb, kornig, fein- oder grobkornig, faserig, dicht, knollig und Fließformen
    Harte2 (Mohs'sche Harte), weich
    Dichte2,1 g/cm³, niedrig
    FarbeFarblos bis weiß, grau (Tone), rot (Eisen), braun (Eisen), schwarz (Bitumen), blau - violett (Gitterstörungen)
    Strichweiß
    GlanzGlasglanz
    Durchsichtigkeitklar durchsichtig bis durchscheinend, undurchsichtig
    SpaltbarkeitSehr vollkommen nach Richtung (100, Würfel)
    Bruchspröde
    Sonstige EigenschaftenLeicht in Wasser löslich (bis 35%), unter Druck fließend ,,Druckfließen", salziger Geschmack, gelbe Flammenfärbung, oftmals verbliebene Gas (CO2)- und Flüssigkeitseinschlüsse, Einschlüsse von Ton und Erdöl
    Ahnliche MineraleSylvin
    Wichtige Begleitminerale
  • Nichterze: Sylvin, Carnaiiit, Glaserit, Kainit, Leonit, Schonit, Blb'dit, Kieserit, Bischofit, Thenardit, Hexahydrat, Langbeinit, Loeweit, Vanthoffit, Gips, Anhydri
  • Erze: Hamatit, Limonit
  • BildungsweiseSedimentar (rezente und historische marine Salzlagerstatten)
    Vorkommen
  • in Meerwasser: zusammen mit anderen Meersalzen, bilden das ,,Salzwasser"
  • in Sedimenten: als eigenstandiges Gestein in machtigen Lagern und Salzstocken ,,Diapire"
  • FundorteAllgemein:
    Salt Lake City (USA) Europa:
    Hallein, Hallstatt, Salzburger Land (Osterreich), Solikamsk (Rufiland), Wieliczka (Polen), England, Spanien Deutschland:
    Bernburg, Bischofferode, Zielitz, Bad Kosen, Bad Durrenberg, Hannover, Salzkammergut (Bad Reichenhall), Bad Salzufflen; Thuringen: Bad Salzungen, Bad Suiza, Merkers, Tiefenort StaBfurt, RolSleben, Kostritz; Sachsen: Altensalz, Neuensalz
    Gehalt Erdkrustca. 130g/t (etwa 130g Halit auf 1.000.000g Gestein)
    Weltförderungca. 100.000.000t pro Jahr
    Verwendungäuserst vielseitig

    Lebensmittelindustrie: Speisesalz, Viehsalz, Konservierungsmittel
    Glasindustrie: Glas, Email
    Chemische Industrie: Rohstoff fur Natrium, Chlor, Salzsaure, Atznatron
    Bauwesen: Spezialsalzbeton
    Umweltschutz: Reduktionsmittel, Sorbens, Katalysator usw.
    Gewinnung
  • Im Meerwasser, Verdunstung des Wassers ,,Salzgarten"
  • in mächtigen Lagen Untertageabbau (Kammerabbau)

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    4. gediegen Kupfer

    SynonymeCuprum
    Namensherkunft(lateinisch )aes Cyprium - cyprisches Erz (Rbömisches Reich)
    Chemische FormelCu (meist rein mit vielen Spurenmetallen geringer Konzentration)
    Varietäten-
    Entdeckerunbekannt
    EntdeckungszeitKupferzeit in Kleinasien / Iran
    Kristallsystemkubisch
    Kristallausbildungverzerrt, verzwillingt, würfelig
    Aggregatformenderb, dendritisch, Bleche, Klumpen, Körner (bis mehrere Tonnen schwere Aggregate), pseudomorph nach verschiedenen Fossilien (Fischartige, Holzer)
    Härte2,5-3
    Dichte8,9
    Farbekupferrot (oft dunkel angelaufen)
    Strichkupferrot glänzend
    GlanzMetallglanz
    Durchsichtigkeitundurchsichtig
    Spaltbarkeitkeine
    Bruchsehr undeutlich, da duktil (leicht verformbar)
    ähnliche Mineralekeine, aber es sind die oft vorhandenen überkrustungen zu beachten (Azurit, Malachit)
    Wichtige Begleitmineraleverschiedene Salz- und Oxidverbindungen des Kupfers, Silber, Gold
    Sonstige wichtige Eigenschaftenhohe elektrische Leitfähigkeit, Schmelzpunkt bei 1083°C
    Bildungsweise
  • magmatisch: in basischen Magmatiten (Melaphyre mit Calcit, Zeolithen)
  • metamorph: in Reduktionsbereichen
  • hydrothermal: im Grenzbereich Zementationszone-Oxidationszone von Kupferlagerstatten
  • biochemisch-sedimentär: in Sedimenten und Tuffen
  • Vorkommenin übergangs- und Reduktionsbereichen von kupferhaltigen Lagerstatten
    FundorteAllgemein
    Lake, Superior (USA); Bisbee (Arizona, USA);
    Europa:
    Turja (Ural, Ruliland), Naukat (Syr-Darja, Kasachstan), Langban (Norwegen)
    Deutschland:
    Siegerland, Zwickau, Mansfeld (Kupfer-Fossilien)
    Gehalt Erdkruste47g/t (47g pro 1.000.000g Gestein)
    Weltforderung9.100.000t
    VerwendungMetallurgie: Bronze, Messing, Munzmetall, Gefäße, Rohre
    Elektroindustrie: elektrische Leiter, Beschichtungen Platinen
    Chemische Industrie: Cu-Sulfatherstellung
    Gewinnungim Tage- und Tiefbau


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    5. Malachit

    SynonymAtlaserz, Weichstein, Silver Peak Jade
    Namensherkunftmalakos (griechisch=weich)
    chemische FormelCu2(OH2)CO3 = Kupfercarbonat
    KristallsystemMonoklin, prismatisch
    Kristalle sind sehr selten
    Aggregatformenmeist Anflüge, überzüge, büschelig, nierig, traubig, achatähnlich gebändert
    Härte3,5-4 (Mohs'sche Skala) weich
    Dichte4g/cm³
    Farbehellgrün bis schwarzgrün, tief bis smaragd-grün, spangrün ("Grünspan") bis giftig
    Strichhellgrün
    Glanzmatter Seidenglanz
    Durchsichtigkeitundurchsichtig
    Spaltbarkeitgut (nachOOI)
    Bruchmuschelig, spröde
    ähnliche MineralienChrysokoll (Malachitkiesel), Malachitlapis
    BegleitmineraleAzurit, Chalkopyrit, Bornit, Teraidit, Cuprit, ged. Kupfer, Hämatit, Limonit
    VorkommenIn der Oxidationszone Cu- führender Lager- stätten
    FundorteSaargebiet, bei Saalfeld (Kamsdorf), Berühmt: Gumeschevo, Nischnij -Tagilsk, GUS, Tsumeb, Namibia, Süd-West-Afrika, Kongo, Zaire, Mittelafrika
    AbbauTagebau, wenig Untertage
    VerwendungKupfergewinnung, chem. Industrie, Edel- und Schmucksteine, Schalen, Figuren, Vasen, Mosaike usw.


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    6. Pyrit

    SynonymeEisenkies, Schwefelkies
    Namensherkunftpyros (griechisch) - Feuer, lithos (griechisch) - Stein
    Chemische FormelFeS2
    VarietätenBravoit = Nickelpyrit (Ni, Fe, Co)S2
    Entdeckerunbekannt
    EntdeckungszeitAltertum
    Kristallsystemkubisch
    Kristallausbildungwürfelig, viele isometrische Formen, gesteifte Flächen, Kristalle auf- und eingewachsen, viele Zwillingsformen
    Aggregatformenkleinkörnig, dicht, faserig, dünnstenglig, radialstahlig, nierig, knollig, eingesprengt (Vogelfutterstreuvererzung), nestartig (bis mehrere Tonnen schwere Aggregate)
    Härte6-6,5
    Dichte4,9-5,2
    Farbemessinggelb, gelblichbraun, bunt angelaufen, dichte Arten schwarz
    Strichgrünlichschwarz
    Glanzstarker Metallglanz
    Durchsichtigkeitundurchsichtig
    Spaltbarkeitundeutlich, muschelig
    Bruchspröde
    ähnliche MineraleMarkasit, Chalkopyrit, Arsenopyrit, Pyrrhotin
    Wichtige BegleitmineraleSphalerit, Galenit, Chalkopyrit, Arsenopyrit, Pyrrhotin
    Sonstige wichtige Eigenschaftenschmilzt bei hoher Temperatur zu schwarzer, magnetischer Kugel; beim Rösten entsteht starker Schwefeldioxidgeruch und ein Schwefelniederschlag
    Bildungsweisesogenanntes Durchläufermineral (heißt fast überall zu finden), in Erstarrungsgesteinen (wie Granit), in Umwandlungsgesteinen (Gneisen), in Absatzgesteinen lose oder verkittet (Sande und Kiese, Sandsteine, Konglomerate), in vielen Erzgängen (entweder allein mit Einschlüssen oder mit verschiedenen Nichterzen und Erzen zusammen), als Kristalle in Hohlräumen (Pegmatite, alpine Kltüfte, Mandelsteine, Drusen, Zerrklüfte), im sapropelen Faulschlamm der Ozeane, Meere und Seen, an untermeerischen Vulkanen
    magmatisch, pegmatitisch-pneumatolytisch, hydrothermal, biochemisch-sedimentar
    Vorkommenfast überall
    Fundorteallgemein:
    mehrere tausend Fundpunkte
    Europa:
    Insel Elba, Gavorrano (Italien), Rio Tinto (Spanien)
    Deutschland:
    Elbingerode, Ronneburg;
    Gehalt ErdkrusteEisen: 5%, in Lagerstätten 10-25 %
    Weltförderungmehrere Millionen Tonnen
    VerwendungMetallurgie: Eisen und Stahl und deren Legierungen
    Schwerindustrie: wichtigster Maschinen- und Apparatebaustoff
    Chemische Industrie: Schwefelsäureherstellung
    Gewinnungim Tage- und Tiefbau mit entsprechender Aufbereitung (besonders Rösten)nach Anforderung der Qualität und Menge des gewünschten Produkts durch Laugung mit Schwefelsäure oder Bakterien (Thiobazillus thiooxidans und ferrooxidans)


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    7. Quarz

    Synonymesiehe bei den Varietäten
    Namensherkunftnicht geklärt
    Chemische FormelSiO2
    VarietätenFormarten des Quarzes:
    alpha-Quarz, beta-Quarz, Tridymit, Cristobalit, Coesit, Stishovit; synthetischer Quarz
    Durchsichtige Edelsteinqualitaten des Quarzes:
    Bergkristall, Rauchquarz, Morion, Amethyst, Citrin
    Undurchsichtige bis durchscheinende Edelsteinqualitaten:
    Aventurinquarz, Jaspis, Saphirquarz, Amehtystquarz, Prasem, Quarzkatzenauge, Falkenauge, Tigerauge, Chalzedon, Chrysopras, Karneol (Sarder), Heliotrop (Blutjaspis), Achat (Augen-, Festungs-, Trummer-, Banderachat usw.), Opal (Gemeiner , Wasser-, Edel-, Holz-, Feueropal), Flint (Feuerstein), Plasma, Rosenquarz, Rosaquarz
    Kristallarten:
    rechts- oder linksdrehende Kristalle, Gwindel, Japaner oder Dauphineer Zwillinge
    Einschliisse:
    Rutil, Luft-Salz-Wasserblasen, Moosachat
    Korngröße und Kornform:
    Blöcke, Gerölle, Kies, Sand, Schotter, Staub
    Entdeckerunbekannt
    EntdeckungszeitAltertum
    Kristallsystemhexagonal / trigonal
    Kristallausbildungsäulig, nadelig, pyramidenförmig, Kristalle sechsseitig, Durchwachsungszwillinge, Kristallgrößen von 0,1nm bis 60m
    Aggregatformendicht, faserig, stengelig, körnig, derb, Kristalle auf und eingewachsen, Kristallgruppen, Kristalldrusen, gebändert, knollig, nierig
    Härte7
    Dichte2,65
    Farbefarblos, weiß, verschieden gefärbt (rot, braun, grün, gelb, violett, schwarz, blau) Gemeiner Quarz - weiß bis grauweiß
    Durchsichtige Edelsteinqualitäten des Quarzes:
    Bergkristall
    - Farblos
    Rauchquarz - Brauntöne
    Morion - Dunkelbraun bis Schwarz
    Amethyst - Blau bis Dunketviolett
    Citrin - Gelb
    Undurchsichtige bis durchscheinenede Edelsteinqualitäten:
    Jaspis
    - Gelb, Rot, Braun
    Amethystquarz - Violett
    Falkenauge - Blau - Blaulichgrün, Grau, Schwarz gesteift, seidig schimmernd
    Tigerauge - Gelb-Grünlichgelb, Grau, Schwarz gesteift, seidig schimmernd
    Chalzedon - Milchigweiß
    Chrysopras - Grün,
    Karneol - Gelb bis Rot (Sarder - Braun, Rot durchscheinend)
    Heliotrop - Lauchgrun mit roten Punkten
    Achat (Augen-, Festungs-, Trämmer-, Bänderachat usw.) - Verschiedenfarbig gebändert
    Opal (Gemeiner , Wasser-, Edel-, Holz-, Feueropal)- Farblos wassrigtrüb mit Lichteffekten
    Flint (Feuerstein) - Schwarz, Grau, Braun in verschiedenen Tönungen
    Plasma - Lauchgrün
    Rosenquarz, Rosaquarz - Milchigweißrosa, Rosa
    Strichweiß
    GlanzGlasglanz, Fettglanz
    Durchsichtigkeittrüb bis durchsichtig
    Spaltbarkeitoft nicht wahrnehmbar, muschelig
    Bruchspröde
    ähnliche MineraleCordierit, Nephelin, Phenakit, Beryll, Topas, Prehnit
    Wichtige Begleitmineralefast alle Minerale (selten zusammen mit Olivin, Nosean, Sodalith, Melilith)
    Sonstige wichtige EigenschaftenLichtbrechung 1,544 - 1,553; Doppelbrechung vorhanden
    Bildungsweisesogenanntes Durchläufermineral (heißt, fast überall zu finden), gesteinsbildend bei Erstarrungsgesteinen (wie Granit), in Umwandlungsgesteinen (Gneisen, Hornsteinen), in Absatzgesteinen (Sande und Kiese, Sandsteine, Konglomerate), Gangart in vielen Erzgängen (entweder allein mit Einschlüssen oder mit verschiedenen Nichterzen und Erzen zusammen), als Kristalle in Hohlräumen (Pegmatite, alpine Klüfte, Mandelsteine, Drusen, Zerrklüfte), magmatisch bis hydrothermal, sedimentär
    Vorkommenfast überall
    Fundorteweitweit, mehrere tausend Fundpunkte
  • Bergkristall: Deutschland: Alpen, Steinigtwolmsdorf, Schneeberg, Brambach; USA: Arizona
  • Amethyst: Deutschland: Geyer, Wolkenstein, Ehrenfriedersdorf; Brasilien: Rio Grande do Sul
  • Achat: Deutschland: Schlottwitz, St. Egidien, Halsbach, Idar-Oberstein; Brasilien: Rio Grande do Sul
  • Tigerauge/Falkenauge: Südafrikanische Union: Transvaal
  • Jaspis: Deutschland: Gnandstein, GrolJe Pyra
  • Rauchquarz: Deutschland: Bad Brambach, Rothenbach, Alpen, Fichtelgebirge; USA: Arizona
  • Mandelsteine: Deuschland: Schneekopf im Thüringer Wald, Friedrichroda, Zwickau, Chemnitz
  • Pegmatitquarze: Europa: Norwegen, Fichtelgebirge, Ural; Afrika: Namibia, Riesenkristalle!
  • Gehalt ErdkrusteQuarz: 12,5%, Silikate mit Quarz: 91,5%; Silizium: 27,72%
    Weltförderungmehrere Milliarden Tonnen
    VerwendungSchwingquarze: Elektrotechnik (1614,3t)
    >optische Quarze: Linsen von Fernrohren,
    Brillen, Mikroskopen Quarzglas, Quarzgut, Quarzsand zur Glasherstellung (Flaschen, Fensterusw.)
    Quarzgut, Quarzsand: Porzellanherstellung
    Quarzsand: Ferrosiliziumherstellung (Dichtetrennstoff)
    Formsand: Gußeisenherstellung
    Sand, Kies, Schotter, Geröll: Baumaterial; Füllmaterial im Straßen- und Dammbau
    Sand: Schleifmittel
    Quarzsand, Kieselgur: Filtermaterial
    Silizium: Wafer für Mikrochips
    Quarzvarietäten:in Edelsteinqualitat als Schmuck und Edelstein
    Gewinnungim Tage- und Tiefbau mit entsprechender Aufbereitung nach Anforderung der Qualitat und Menge, synthetische Herstellung


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    Steckbriefe wichtiger Mineralien; Goldschmuck, USA


    7. Topas

    Synonyme Schneckenstein, Schneckentopas, Pyknit, Sächsischer Diamant
    Namensherkunft Benannt nach der Typlokalität (Insel Topasos im Roten Meer); alternative Vermutung: aus Sanskrit: tapas „Feuer“, „Leuchten“
    Chemische Formel Al2SiO4(OH,F)2
    Chemische Zusammensetzung Aluminium, Silicium, Fluor, Sauerstoff, Wasserstoff
    Habitus prismatisch
    Lumineszenz fluoreszierend, bei kurzwelligem UV-Licht golden gelb, bei langwelligem cremefarben
    Farbe Variabel; häufig gelbbraun, aber auch blau, violett, rot oder farblos
    Härte hart (Mohshärte 8)
    Dichte 3,5 bis 3,6 g/cm³
    Aggregate aufgewachsene Kristalle; derb, dicht, als Geröll
    Strich Weiß
    Glanz Glasglanz
    Durchsichtigkeit durchsichtig, durchscheinend
    ParageneseElbait, Quarz, Albit, Mikroklin, Rauchquarz, Lepidolith, Bixbyit, Montmorillonit, Opal
    Spaltbarkeit trotz seiner Härte leicht spaltbar
    Vorkommen als Einschluss in magmatischem Gestein wie Pegmatite, Quarz, Granit und Rhyolit, in Sedimentablagerungen in den USA und vielen anderen Ländern
    Verwendung In reiner Form ist der Topas ein wertvoller Schmuckstein. Er wird vielfach bei der Herstellung von Silber- und Goldschmuck mitverarbeitet. Der schwerste geschliffene blaue Topas wog 4,2 Kilogramm.
    Weitere wichtige Eigenschaften Der Topas ist nicht radioaktiv und nicht magnetisch.




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